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Die Arbeitslosigkeit betrifft alle Alters- und Bildungsschichten in Deutschland. Dabei ist die Arbeitslosigkeit kein individuell verschuldetes Schicksal. Hauptursache ist der steigende Wettbewerbsdruck der Unternehmen. Um am Markt erfolgreich zu wirtschaften ist ein Deckungsbeitrag in Höhe des Verkaufspreises unabdingbar. Wenn das relative Marktvolumen nicht mehr gesteigert werden kann, weil beispielsweise der Markt schon mehr oder weniger gesättigt ist, müssen Kosten gesenkt werden. Einen sehr großen Teil der Kosten machen die Gehälter und Löhne der Mitarbeiter aus. Demnach sind die Unternehmen mehr oder weniger gezwungen, am größtmöglichen Hebel zu ziehen, um die Break-Even-Schwelle zu durchdringen. Auch die fortschreitenden Technologie und die damit einhergehende Automatisierung von vielen Arbeitsplätzen sind Gründe für die Arbeitslosigkeit von vielen Menschen.

Um aus der Arbeitslosigkeit rauszukommen, werden im Folgenden sechs Punkte aufgelistet, die die Jobchancen erhöhen. Ganz wichtig jedoch ist es immer am Ball zu bleiben, auch wenn mal eine Absage dabei sein sollte.

#1: Das Aushängeschild: Die Bewerbungsmappe

Was man immer bedenken sollte ist, dass der Personaler zuallererst nur das schriftliche Bewerberprofil vor sich hat. Wenn ihm dieses schon nicht zusagt, wird es nie zu einer persönlichen Vorstellung kommen. Deshalb ist eine professionelle Bewerbermappe das A und O im Bewerbungsprozess und der erste Schritt aus der Arbeitslosigkeit.

Eine gute Bewerbung besteht aus einem Deckblatt mit dem Bewerbungsfoto, einem individuellen Anschreiben und einem klar strukturiertem Lebenslauf. Dabei ist es besonders wichtig, im Anschreiben immer einen Unternehmensbezug herzustellen und sich gründlich über dieses zu informieren. Dadurch sieht der Personaler, dass man sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat. Wenn man Probleme mit dem Formulieren und Designen der Bewerbung hat, sollte man sich Hilfe von der Familie oder dem Freundeskreis holen. Eine andere Alternative sind Bewerbungsghostwriter, die die Erstellung der perfekten Bewerbung übernehmen. Diese wissen auch, auf welche Standards es ankommt. Gleichzeitig spart man Zeit und Nerven.

#2: Von sich selbst überzeugt sein

Man sollte sich mit seiner Bewerbung nicht allzu sehr in den Himmel loben, aber dennoch sollte man von sich selbst überzeugt sein. Seine Fähigkeiten selbst einzuschätzen fällt einem oft sehr schwer, gerade dann, wenn man arbeitslos ist. Hier empfiehlt es sich also auch Freunde, Familie und vor allem alte Kollegen um Unterstützung zu bitten, damit das Bild in der Bewerbung auch dem im Vorstellungsgespräch entspricht. Wichtig ist es, sich selbst treu zu bleiben und selbstbewusst aufzutreten!

#3: Immer auf dem neusten Stand bleiben

Ein vor zehn Jahren erworbenes Zertifikat kann heute schon fast wertlos sein, wenn sich die Arbeitsabläufe und Anforderungen weitgehend geändert haben. Man sollte sein Können deshalb immer wieder mit aktuellen Weiterbildungen und Umschulungen auffrischen. Diese werden auch oft von der Agentur für Arbeit angeboten. Der Grundgedanke dabei ist, dass man so besser an ein Unternehmen vermittelt werden kann. Man sollte offen für alles sein. Dennoch sollte man sich hauptsächlich in dem Berufsfeld orientieren, in dem man schon Fähigkeiten besitzt, um diese auszubauen. Das zeigt Eigeninitiative und Motivation, um endlich aus der Arbeitslosigkeit zu entkommen.

Aber auch Quereinsteiger werden immer beliebter und sind sehr gefragt. Gerade in Berufen, bei denen akuter Personalmangel herrscht, stehen die Chancen gut, sich mit Umschulungen für den Job in der anderen Branche zu qualifizieren.

#4: Augen und Ohren offen halten und Vitamin B ausnutzen

Für die Arbeitslosigkeit können die meisten nichts – aus den oben genannten Gründen. Deshalb sollte man sich auch nicht scheuen und mit diesem Umstand offen umgehen. Nur wenn andere Bescheid wissen, kann man Tipps für freie Stellen bekommen. Denn oftmals schreiben Unternehmen Ihre Gesuche gar nicht aus, sodass diese auch nicht in Zeitungsanzeigen oder auf Onlineportalen zu finden sind.

Für alle Stellenanzeigen die doch online ausgeschrieben sind empfiehlt es sich Jobportale, Unternehmenswebsiten und Zeitungsannoncen zu durchforsten. Wem das zu umständlich ist, dem hilft Jooble dabei. Die Suchmaschine durchsucht möglichst viele Stellenangebote aus Jobbörsen, Webseiten sowie Zeitungen und präsentiert die Ergebnisse à la Google.

#5: Das Netzwerk erweitern und die psychische Gesundheit erhalten

Arbeitslosigkeit kann, wie gesagt, jeden treffen. Die Arbeit zu verlieren, ist eine einschneidende Erfahrung. Oft verzweifeln Bewerber, wenn eine Absage auf die Nächste folgt und stecken sprichwörtlich den Kopf in den Sand. Mutlosigkeit und Niedergeschlagenheit wirken sich auf die Psyche aus. Irgendwann scheint die Lage vollkommen hoffnungslos. Dem sollte man aktiv gegenwirken.

Man sollte auch ohne geregelten Arbeitsalltag seinen Tag strukturiert planen, um so die Kontrolle über sein eigenes Leben zu behalten. Viele rutschen in der Arbeitslosigkeit in einen tiefen Abgrund und verlieren sich in einem ungesunden Lebensstil. Damit das nicht passiert, sollte man sich in einem stabilen sozialen Umfeld aufhalten. Auch ist es wichtig, sich um sich selbst zu kümmern, sei es mit Sport oder Körperhygiene. Das Eintreten in beispielsweise Vereine kann dabei helfen, neue Kontakte zu knüpfen, um so das eigene Netzwerk zu erweitern. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda ergibt sich meist mehr als man denkt.

#6: Der Schritt in die Selbstständigkeit

Vielleicht spielt man schon länger mit dem Gedanken, sich mit einem eigenen Unternehmen selbstständig zu machen. Sicherlich ist diese Variante, aus der Arbeitslosigkeit zu kommen, nicht für Jedermann geeignet. Wer eine Familie ernähren muss und Kredite abzuzahlen hat, der sollte dieses Risiko eher nicht eingehen.

Wer jedoch unabhängig ist und sonst nichts zu verlieren hat, sollte seine gut durchdachte Idee in die Tat umsetzen. Allerdings erfordert dieser Schritt eine sorgfältige Vorbereitung, Ehrgeiz, Planungsgeschick und ein großes Durchhaltevermögen. Gerade am Anfang eines Startups muss man mit Rückschlägen rechnen. Wer den Schritt gehen möchte, kann sich dazu in der Arbeitsagentur kostenlos beraten lassen.

Fazit

Wer wirklich will, findet also auch einen Job.

Wenn man strukturiert vorgeht, sich nicht entmutigen lässt und seinen Blick nach vorne richtet, dann schafft man es auch, einen neuen Traumjob zu finden. Wer die oben genannten Punkte beachtet, schafft den Schritt aus der Arbeitslosigkeit, auch wenn dieser kein einfacher ist. Oft öffnet sich damit aber eine ganz neue Tür und man findet als Quereinsteiger vielleicht die Tätigkeit, in der man aufblüht.