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Das Bewerbungsanschreiben gehört ganz sicher zu den schwierigsten Bestandteilen einer guten Bewerbung. Schließlich soll man hier auf nur einer Seite darstellen, warum man selbst die richtige Wahl für die Stelle ist. Und egal wie lange man an einem Bewerbungsanschreiben herumfeilt: Oft hat man noch das Gefühl, dass es besser gehen könnte.

Keine Sorge: Das geht anderen Bewerbern ganz genauso. Um die Chancen auf die Traumstelle zu erhöhen, sollten die folgenden drei Fehler im Anschreiben unbedingt vermieden werden, denn bei sehr vielen Gelegenheiten ist das Anschreiben der entscheidende Faktor, der zum Vorstellungsgespräch führt.

#1 Das Bewerbungsanschreiben beginnt mit einem total langweiligen Satz

Viele Vorlagen, die man für Anschreiben im Internet findet, sind absolut furchtbar. Dort stehen dann Sätze wie:

„Ihre interessante Anzeige hat mich dazu bewogen, mich bei Ihnen zu bewerben“ oder „mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen“

Solche Sätze haben null Aussagekraft. Warum solltest du denn sonst eine Bewerbung schicken, wenn du dich nicht, nun ja, bewirbst? Mit solchen Sätzen verschwendet man nur wertvollen Platz. Da Bewerbungen schreiben echt anstrengend ist und häufig keinen Spaß macht, sind viele Bewerber auf der Suche nach gewissen Vorlagen und Formulierungen. Und häufig wird dann der erste Satz aus einer Vorlage einfach für die eigene Bewerbung übernommen, was sich nie als so gut erweist.

Die eigene Bewerbung sollte einzigartig sein und kein komplett kopiertes Bewerbungsmuster. Ansonsten hat man einen 0815-Satz als Einstieg in das Anschreiben, der so auch in tausenden anderen Bewerbungen steht. Und der Personaler, der das Bewerbungsanschreiben in die Hände bekommt, kennt diesen Satz natürlich auch. Und hat ihn schon tausendmal gelesen. Wie will man mit einem so langweiligen Einstieg aus der Masse herausstechen und auf sich aufmerksam machen? Eben: Das geht nicht.

Man muss sich bewusst machen, dass der erste Satz im Anschreiben ein extrem wichtiger Teil der Bewerbung ist. Hier muss man direkt Aufmerksamkeit erzeugen. Denn die Einleitung entscheidet darüber, ob sich der Personaler der Bewerbung länger widmet. Der Bewerber muss überraschen. Und das geht nicht, wenn irgendein Standard-Satz benutzt wird. Deswegen bleibt einem nichts anderes übrig: Die ganz eigene Formulierung zu finden. Das gilt natürlich auch für die darauf folgenden Sätze und das gesamte Anschreiben.

#2 Im Bewerbungsanschreiben nur über die Vergangenheit sprechen

Was verwendet man oft im Bewerbunganschreiben für Sätze? Die Klassiker sind:

„Von … bis … war ich bei … Dann habe ich … gemacht“.

Was fällt bei diesen Sätzen auf? Sie beschreiben all das, was man in der Vergangenheit gemacht hat. Es geht also gar nicht um die Stelle, auf die man sich bewirbt. Genau auf die muss aber natürlich die ganze Bewerbung zugeschnitten sein. Die Zukunft und die zukünftigen Aufgaben, die man übernehmen wird, sind also wichtige Faktoren im Anschreiben. Das heißt, es ist wichtig, auf Fragen einzugehen wie: Wie wird man die ausgeschriebene Stelle gestalten, wenn man den Job bekommt? Welche der eigenen Qualifikationen kann man hier anwenden? Und warum kann man das besser als andere Bewerber?

#3 Nur aus der eigenen Perspektive schreiben

Eine Bewerbung und das Bewerbungsanschreiben sollte immer den Empfänger überzeugen – und nicht sich selbst (man selbst ist von sich hoffentlich schon überzeugt). Die gesamte Bewerbung ist im Endeffekt nichts anderes als eine Marketingbroschüre über sich selbst.

Wichtige Fragen, die man für sich beantworten muss: Warum ist diese Stelle überhaupt ausgeschrieben? Welche Probleme soll der Kandidat lösen? Und welche Qualifikationen werden dafür benötigt?

Die Bewerbung muss zeigen, wie gut das persönliche Profil auf die ausgeschriebene Stelle passt.

Hilfreich ist es, sich in die Lage des Personalers zu versetzen: Dieser möchte den Kandidaten auswählen, der für die Stelle besonders geeignet erscheint. Nach welchen Qualifikationen hält der Personaler also Ausschau und was ist ihm dabei wichtig? Oder anders gefragt: Wird man der Kandidat sein, mit dem er am wenigsten Stress hat?

Das perfekte Bewerbungsanschreiben für die Bewerbung

Ok, jetzt mal ehrlich: Das perfekte Bewerbungsanschreiben gibt es wahrscheinlich nicht. Wenn man aber auf die hier genannten Fehler achtet und auch auf den perfekten Schlusssatz der Bewerbung Wert legt, dann ist man schon mal einen großen Schritt weiter.

Wichtig für ein gutes Anschreiben ist vor allem, dass man sich Zeit nimmt. Ein Bewerbungsanschreiben ist die erste wichtige Arbeitsprobe, die man beim zukünftigen Arbeitgeber abgibt. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten. Da ist die erfolgreiche Bewerbung gar nicht so schwierig.

Design-Vorlagen für eine gute Bewerbung herunterladen:

Hannes von Studizeiten.de / modified by richtiggutbewerben.de